Reinhold Bruder: «Zletscht am Änd»

Der Aargauer Reinhold Bruder erzählt in Hexametern über das Leben im Altersheim. In der Schnabelweid spricht er über Geschichten und Mythen, über das Alter und den Tod.

Hände eines alten Mannes mit Stock
Bildlegende: Symbolbild Colourbox

Wer denkt, dass in einem Altersheim nichts los ist, täuscht sich gewaltig. In Reinhold Bruders Erzählung «Zletscht am Änd» geht es zeitweise drunter und drüber. Und einige Bewohner benehmen sich, als wären sie 90 Jahre jünger.

Wie alte Menschen zusammenleben

In der Schnabelweid spricht André Perler mit dem 77-jährigen Aargauer Seetaler Reinhold Bruder über das Alter und das Altern. Und über das Zusammenleben alter Leute.

Es geht im Gespräch aber auch um die griechische Mythologie, die in «Zletscht am Änd» eine Rolle spielt, und um das altgriechische Versmass des Hexameters. Reinhold Bruder, der unter anderem Griechisch studiert hatte, hat seine Erzählung nämlich, wie schon der grosse Homer, in Hexametern verfasst.

Ältester Schweizer Dialektfilm

Ausserdem in dieser Sendung: Der älteste Schweizer Dialektspielfilm, «Jä-soo» von 1935, wurde kürzlich aufwändig restauriert. André Perler hat den Umgang mit Dialekt im Film ganz genau angeschaut und Interessantes beobachtet.

Was bedeutet der Flurname «Raischibe»? Und woher kommt der walserdeutsche Ausdruck «nossa», den man immer dann verwenden kann, wenn man sonst nichts zu sagen weiss? Die Antwort gibt es in der Schnabelweid.

Buch-Tipp:
Reinhold Bruder: Zletscht am Änd. Eine Geschichte in Hexametern (Mundart/dt.), Wolfbach-Verlag Zürich / Rossdorf 2018.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: André Perler