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Geschichte, Geografie Die Krise der Uhrenindustrie

Ende der 1960er Jahre stammen 44 Prozent der weltweit produzierten Uhren aus der Schweiz. 15 Jahre später waren es gerade noch 13 Prozent. Die Chronik einer helvetischen Krise.

Die Schweizer Firmen, auf die Herstellung mechanischer Uhren ausgerichtet, haben den billigen, in Grossserien hergestellten Quarzuhren aus Fernost wenig entgegenzusetzen. Obwohl die erste Quarzuhr 1967 im «Centre Electronique Horloger» in Neuenburg entwickelt wird, verpasst die Schweiz die rechtzeitige Umsetzung dieser neuen Technologie in die Massenproduktion.

Zwischen 1970 und 1985 müssen über die Hälfte aller Uhrenfirmen schliessen. In den traditionellen Uhrenregionen zwischen Genf und Schaffhausen sind besonders Biel sowie der Berner und Neuenburger Jura vom Rückgang betroffen.

Chronik

  • Video
    Erhöhung der amerikanischen Uhrenzölle
    Aus SRF school vom 14.01.2018.
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    Erhöhung der amerikanischen Uhrenzölle

    Schweizer Filmwochenschau vom 05.11.1954

  • Video
    Ein Tal lebt von den Uhren
    Aus SRF school vom 14.01.2018.
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    Ein Tal lebt von den Uhren

    Schweizer Filmwochenschau vom 14.07.1967

  • Audio
    Wirtschaftskrise: Uhrenindustrie führt Kurzarbeit ein
    06:53 min
    abspielen. Laufzeit 06:53 Minuten.

    Wirtschaftskrise: Uhrenindustrie führt Kurzarbeit ein

    Echo der Zeit vom 28.02.1975

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    Schwarzer Oktober in der Uhrenindustrie
    Aus SRF school vom 14.01.2018.
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    Schwarzer Oktober in der Uhrenindustrie

    DRS aktuell vom 12.10.1981

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    In der Krise: Die Geburtsstunde der Swatch
    Aus SRF school vom 14.01.2018.
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    In der Krise: Die Geburtsstunde der Swatch

    DRS aktuell vom 16.05.1983

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    Rekordumsätze der Schweizer Uhrenindustrie
    Aus SRF school vom 14.01.2018.
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    Rekordumsätze der Schweizer Uhrenindustrie

    Tagesschau vom 02.02.2006

Krise führt zu Kreativität

In der Krise besinnt sich die Uhrenindustrie auf Kreativität, technologische Innovation, handwerkliche Fertigkeit und vermehrte Zusammenarbeit. Als Folge der Sanierungsbemühungen von Uhrenbranche und Banken fusionieren 1983 die Gesellschaften «Allgemeine schweizerische Uhrenindustrie» (ASUAG) und «Société suisse pour l'industrie horlogère» (SSIH) zur «Société Suisse de Microélectronique et d'Horlogerie» (SMH).

Swatch-Uhren ausgelegt auf einem Tisch
Legende: Die Swatch-Modelle aus der ersten Serie von 1983 Keystone

1985 übernimmt Nicolas G. Hayek mit Investoren die Aktienmehrheit der SMH (seit 1998 Swatch AG). Zusammen mit Ernst Thomke erkennt er das Marktpotential einer kostengünstigen, aber zuverlässigen Plastik-Quarzuhr. Die aus nur 54 Teilen vollautomatisch gefertigte und kreativ beworbene «Swatch» leitet den Wiederaufschwung der Schweizer Uhrenindustrie ein: 1995 ist die Schweiz weltweit wieder die Nummer 1 in der Uhrenproduktion.

Der Erfolg der Swatch ist für die Schweizer Industrie wegweisend. Er belebt den Produktionssektor, stärkt das Vertrauen in die Konkurrenzfähigkeit der Exportwirtschaft und demonstriert das Potential innovativer Marketingstrategien.

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