«Die Alpenreise» vom 26.7.2018

Miss Jemima erlebte den Unteren Grindelwaldgletscher noch fast in seiner vollen Pracht. Heute ist von ihm kaum mehr etwas übrig – und er schrumpft laufend weiter. Auch die Hochtourengruppe erlebt den Gletscherschwund und muss sich durch unwegsames Geröll kämpfen.

Alpenreise: Die Schwindsucht des Unteren Grindelwaldgletschers

1863 war Grindelwald das Gletscher-Dorf nach Chamonix. Nirgendwo in Europa rückten die Eismassen so nah an besiedelten Raum heran, was die Touristen magisch anzog.

Die maximale Ausdehnung erreichte der Untere Grindelwaldgletscher während der «kleinen Eiszeit» 1817. Die Grindelwaldner fürchteten damals gar, der Gletscher könnte Teile des Dorfes unter sich begraben.

1863 hatte der Gletscher den Talboden bereits wieder verlassen, die Gletscherschlucht war aber immer noch bedeckt mit Eis und Geröll. Heute hat sich der Untere Grindelwald weit hinauf in die Berge verzogen: Von stolzen 300 Quadratkilometern Fläche sind noch gerade mal deren 20 übriggeblieben – und es werden immer weniger.

«Schweiz aktuell» live aus Grindelwald über das Verschwinden des Gletschers und die Folgen für Mensch und Natur.

Höhenfieber: Der verschwundene Gletscher

Nach dem Aufstieg auf die Wilde Frau folgt der Abstieg. Statt einer weiteren Kletterpartie wählt die Gruppe den direkten Weg – und seilt ab.

Der letzte Teil der Etappe ist hingegen weniger vergnüglich: Der Weg zur Gspaltenhornhütte führt über den Gamchi-Gletscher und über Schutthalden und Geröll, denn der Gletscher ist wegen des Klimawandels in den letzten Jahren massiv zurückgegangen.

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