«Die Alpenreise» vom 2.8.2018

Die Rigi ist bei Touristen seit jeher beliebt und wird fleissig besucht – vergangenes Jahr 850'000 Mal. Bestrebungen, den Massentourismus weiter zu fördern, stossen nicht nur auf Gegenliebe. Sabine Dahinden und ihre Gruppe stehen am Galtigengrat vor ihrer letzten und grössten Herausforderung.

Alpenreise: Leben mit und von den Touristen

Die Rigi ist der Schweizer Tourismusberg schlechthin. Bereits 1816 wurde das erste Hotel auf der Rigi eröffnet, und auch wenn der Weg dorthin beschwerlich war, stiegen die Besucherzahlen schnell rasant. Johann Wolfgang von Goethes enthusiastische Tagebucheinträge und die Schwärmereien weiterer prägender Persönlichkeiten machten die «Königin der Berge» zum Traumziel zahlloser Touristen aus aller Welt.

1871 nahm von Vitznau aus die erste Zahnradbahn Europas ihren Betrieb auf. Vier Jahre später standen den Rigi-Touristen bereits 630 Betten (!) in drei Hotels auf Rigi Kulm zur Verfügung. Und die ortsansässige Bevölkerung wusste seit jeher Kapital aus den Besucherströmen zu schlagen. In Miss Jemimas Ohren dürften die unablässigen «Vingt Centimes!»-Rufe der hartnäckigen Kirschen-Verkäuferinnen noch in London nachgehallt haben.

2017 besuchten 850'000 Leute die «Königin der Berge» – neuer Rekord. Treiber des Wachstums sind die Rigi-Bahnen, die in immer kürzerer Zeit immer mehr Leute hinauf und gleich wieder hinunter führen. Ihr neuer CEO Stefan Otz, zuvor Tourismusdirektor von Interlaken, ist mit dem Anspruch angetreten, die Millionenmarke zu knacken. Damit hat er sich bei der ortsansässigen Bevölkerung nicht nur Freunde gemacht, deren «Disneyisierungs»-Ängste an einem runden Tisch aber vorerst beschwichtigt werden konnten.

Leben mit und von den Touristen: Wachstum um jeden Preis? «Schweiz aktuell» live aus Rigi Kaltbad.

Höhenfieber: Die letzte Etappe

Zwei Felswände sind geschafft, nur noch einen letzten Gipfel muss die Bergsteigertruppe auf ihrer Alpenreise bezwingen.

Der letzte Turm des Galtigengrats am Pilatus hat es allerdings in sich. Niemand in der Vierergruppe ist je einen technisch so hohen Schwierigkeitsgrad geklettert – und alle stossen an ihre Grenzen.

Korrigendum: In der Sendung «Schweiz aktuell – Die Alpenreise» vom 2. August 2018 haben wir uns zu wenig präzise ausgedrückt. In der Tagesreportage zum Thema «leben und leiden an der Rigi» sagten wir, dass es in Rigi Kaltbad «keinen richtigen Laden gäbe». Frau Antoinette Schmid hält dazu präzisierend fest, dass es in Rigi Kaltbad einen kleine Laden gibt und sie auch dort einkaufe. Einmal die Woche fahre sie runter ins Tal, um den wöchentlichen Einkauf im Supermarkt zu tätigen.

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