«Die Alpenreise» vom 20.7.2018

Zu Miss Jemimas Zeiten war die Gemmi noch einer der wichtigsten Alpenübergänge für den Güter- und Personenverkehr. Heute präsentiert sie sich als Naturparadies und Hotspot für Geierfreunde. Der Tourengruppe steht ein Abstieg über 1900 Höhenmeter bevor. Fredi muss beissen.

Tagebuch: Der «König der Gemmi» und die Bartgeier

Als Miss Jemima flankiert von Bergführern und Maultieren über die Gemmi schritt, war der Pass immer noch einer der wichtigsten Alpenübergänge für den Güter- und Personenverkehr. Den «neuen» Gemmi-Weg hatten Tiroler Bergpioniere 1739 mitten in die senkrechte Wand gesprengt und so einen Weg geschaffen, der unter anderem auch von Grössen wie Goethe, Jules Verne oder Mark Twain beschritten wurde.

Nach der Eröffnung des Lötschbergtunnels 1913 verlor die Gemmi ihre Bedeutung als Verkehrsweg. Dass die in den 1950er Jahren diskutierte Autobahn über den Pass nie realisiert wurde, war ein Glücksfall: Abseits der heutigen Verkehrsrouten über und durch die Alpen hat sich die Gemmi zum Naturparadies für Wanderer und Biker gemausert, das mit seiner Bartgeierpopulation auch ein Hotspot für Fotografen und Hobby-Ornithologen ist.

«Schweiz aktuell» berichtet live von der Gemmi, trifft Besitzer Wolfgang Loretan, den «König der Gemmi», und hofft auf eine Begegnung mit den berühmten Geiern.

Höhenfieber: Beschwerlicher Abstieg ins Tal

Die zwei letzten Tage haben Spuren hinterlassen. Nun geht es 1900 Höhenmeter hinunter ins Tal nach Praz-de-Fort. Fredi, der Älteste der Gruppe, hat bisher problemlos mitgehalten mit seinen jüngeren Mitstreitern. Der Abstieg allerdings liegt ihm nicht, vor allem nicht wenn der Weg mit Steigeisen über den Gletscher führt.

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