Bergführer Lorenz

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Ein junger Walliser Bergführer lässt sich von einer hübschen Touristin umgarnen und folgt dem heftigen Ferienflirt in die Stadt. Doch dort hat er keine Zukunft – weder privat noch beruflich. Der Heimatfilm «Bergführer Lorenz» wurde 1942/43 an Originalschauplätzen im Kanton Wallis gedreht.

Zwei unvorsichtigen Touristen hat der alte Bergführer Lorenz das Leben gerettet und selbst dafür mit dem Tod bezahlt. Sohn Stephan (Geny Spielmann) tritt in seine Fussstapfen. Unterstützt wird er dabei von seiner Verlobten Antsch (Madeleine Koebel), der Tochter des Gemeindeammanns Blatter (Emil Gyr).

Auf einer grossen Tour aber geschieht es: Stephan verliebt sich in die hübsche Städterin Rita (Doris Raggen), die ihm den Kopf verdreht. Um mit ihr allein in einer Hütte zu sein, versäumt er es sogar, einer Gruppe in Bergnot Hilfe zu leisten.

Glück im Unglück

Dafür wird er von den Einheimischen geächtet. Und so wagt Stephan die Flucht in die Stadt, wo er allerdings erkennen muss, dass die Aussichten für einen ahnungslosen Zuzügler nicht rosig sind. Schmerzlich erfährt er zudem, dass Rita sich längst einen anderen geangelt hat. Reumütig kehrt er deshalb ins Dorf und zu seiner Verlobten zurück. Bei einer Unwetterkatastrophe kann er schliesslich beweisen, dass er sein Herz noch immer auf dem rechten Fleck hat.

Mit Mauleseln auf den Gletscher

«Bergführer Lorenz» wurde 1942 von Eduard Probst produziert und inszeniert. Er stützte sich dabei auf eine unveröffentlichte Erzählung von Maurice Zermatten und fand in Georges C. Stilly einen Kameramann von Format.

Gedreht wurde von Juli bis November an Ort und Stelle, zum Teil auf dem Aletschgletscher. Um die Kamera und Scheinwerfer dorthin zu bringen, waren sechs Maulesel und 25 Träger im Einsatz – für den Schweizer Film jener Tage ein grosser Aufwand.