Der Schweizer Filmpreis 2015

Am 13. März vergibt das Bundesamt für Kultur zum 18. Mal den Schweizer Filmpreis.

Ein Erstling mit hohen Gewinnchancen: Simon Jaquemets Drama «Chrieg» steigt mit fünf Nominationen ins Rennen um den Schweizer Filmpreis. Ebenso viele Chancen hat Stefan Haupts «Der Kreis».

Besonders für den jungen Regisseur Jaquemet waren die fünf Nominationen eine Überraschung. «Chrieg» ist ein bildstarkes, aber eher schwer zugängliches Drama. Es handelt von einem 15-Jährigen, der von seinem Vater in ein vermeintliches Erziehungscamp in die Berge geschickt wird.

Starker Nachwuchs

Dass auch «Der Kreis», Stefan Haupts Film über die Homosexuellen-Szene im Zürich der 1960er-Jahren, zu den Favoriten des Filmpreises gehört, erstaunt wenig: Das Werk, das fiktive und dokumentarische Teile vereint, wurde vom BAK zum Schweizer Oscar-Beitrag für den besten ausländischen Film gewählt und erhielt bereits an diversen Filmfestivals eine Auszeichnung.

Je vier Nominationen erhalten haben Stina Werenfels' Spielfilm «Dora oder die sexuellen Neurosen unserer Eltern» sowie «Pause» des Westschweizers Mathieu Urfer. «Electroboy» von Marcel Gisiger brachte es immerhin auf drei Nominationen.

Auffallend an der Liste sind die zahlreichen Nominationen für Debütfilme oder Jungdarsteller. Nominiert wurden neben «Chrieg» und «Pause» etwa auch «Unter der Haut» von Claudia Lorenz oder «Driften» von Karim Patwa.