Die Festung

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Preisgekrönter Dokumentarfilm über Asylsuchende in der Schweiz. Im Durchgangszentrum in Vallorbe, einem tristen Betonbau, wird über Menschenschicksale entschieden. Eine Ausschaffung kann für einzelne den Tod bedeuten. Ein Film, der uns daran erinnert, dass es bei der Asyl-Debatte um Menschen geht.

Im September 2006 hat die Schweizer Bevölkerung die Abstimmungsvorlage über die Verschärfung des Asyl- und Ausländergesetztes deutlich angenommen. Das Wahlresultat hat den Westschweizer Filmemacher Fernand Melgar, selber spanischer Abstammung, zum schwierigen Dreh von „La Forteresse – die Festung“ bewogen. „Die Festung“ ist eines der grossen Schweizer Empfangsszentren für Asylsuchende im waadtländischen Vallorbe. Der triste Betonbau mit seinen hohen Mauern und Zäunen gewährt Flüchtlingen Asyl. Sie kommen aus allen Herren Länder und haben alle dasselbe Ziel: Sie wollen in der Schweiz bleiben. Die meisten von ihnen kommen aus Kriegsgebieten, wo jede Rückschaffung fatale Auswirkungen haben könnte.

Erst nach langen Verhandlungen mit dem Bundesamt für Imigration durfte Fernand Melgar in der Festung zu Vallorbe filmen. Ohne Vorurteile, mit Respekt und oft auch mit Humor verwebt Melgar Flüchtlingsschicksale und zeigt uns das Leben an einem Ort, wo täglich Menschen aussortiert werden. Der Regisseur hat dabei bewusst auf einen Kommentar verzichtet, lässt Bilder sprechen und versetzt den Zuschauer so oft in Situationen, in denen er selber entscheiden muss, ob er den Asylbewerbern Glauben schenken will oder nicht. Gedreht wurde während genau 60 Tagen was der maximalen Aufenthaltsdauer eines Gesuchsstellenden entspricht.

SRF zwei zeigt diesen Film im Rahmen der Reihe «CINEMAsuisse» zum Regisseur Fernand Melgar.