Jo Siffert - Live Fast Die Young

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Dreieinhalb Jahrzehnte nach seinem Unfalltod in Brands Hatch wird der legendäre Fribourger Rennfahrer Jo Siffert zum Filmhelden: Men Lareida huldigt dem Mythos des verrücktesten, mutigsten und schnellsten Schweizers der jüngeren Geschichte in einer beschwingten Hommage aus heutiger Sicht.

1971 trauerten an Jo “Seppi” Sifferts Beerdigung über 50'000 Menschen in den Strassen seiner Heimatstadt Fribourg. Siffert war ein volksnaher Star, der nach seinem frühen Tod zum Mythos wurde; ein Getriebener und ein Antreiber, der allen, die ihn kennenlernen durften, in lebhafter Erinnerung geblieben ist.

Die Formel 1 war damals eine grosse Familie und nicht einmal Jim Clark, der Weltmeister, genoss Star-Status; die Fahrer waren Mechaniker und Schwerarbeiter, die im überhitzten Cockpit Brandblasen davontrugen - und Siffert war der ärmste von allen.

Doch Siffert war auch einer, der der Rennfahrerei wie einer Droge verfallen war und ohne Strategie immer voll auf Sieg fuhr. In einem Zirkus, in dem «jeder Tag ein kleiner Tod, jede Nacht eine kleine Liebe» bedeutet, trieb er die Risikobereitschaft und die Coolness auf die Spitze. Und obwohl die damalige «Traumwelt der 300-Stundenkilometer» im Vergleich zur heutigen Formel 1 der Superboliden fast wie eine Seifenkisten-Veranstaltung erscheint, versprühte sie Abenteurertum, Glamour und Weltoffenheit.

Hand aufs Herz: Gab’s je einen «cooleren» Schweizer als Jo Siffert, der Underdog in der Formel 1 – genannt Jo oder auch Seppi - der die Aura eines rebellischen Popstars versprühte?