Komiker

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Möchtegern-Komiker Roni Beck versteckt sich bei seiner Mutter im Altersheim, um seine Karriere vorzubereiten. Schwarze Dialektkomödie mit Beat Schlatter und Stephanie Glaser. Regie: Markus Imboden.

Roni Beck ist 38 und hat im Leben noch nichts erreicht. Der Möchtegern-Komiker versteckt sich deshalb im Altersheim bei seiner Mutter und kriecht jeweils unter deren Bett, wenn die Nachtschwester hereinschaut. Als er vom Heimleiter entdeckt wird, muss er als Pfleger anpacken, darf dafür aber weiter an seinen Kabarettnummern arbeiten. Unterdessen geht im Heim die Post ab, denn die munteren Alten wehren sich gegen Sparzwang und Bevormundung. Nach dem Kinoerfolg von «Katzendiebe» drehte Regisseur Markus Imboden mit den «Götterspass»-Protagonisten eine weitere Dialektkomödie mit illustrer Besetzung. Neben Beat Schlatter und Patrick Frey glänzen Stephanie Glaser, Walo Lüönd, Pinkas Braun und Mathias Gnädinger.

Der Möchtegern-Komiker Roni Beck (Beat Schlatter) ist so erfolglos, dass er mit 38 Jahren wieder heimlich bei seiner Mutter (Stephanie Glaser) wohnt - im Altersheim. Eigentlich möchte er dort in Ruhe sein erstes eigenes Soloprogramm vorbereiten. Doch der Heimleiter Serge Grätzer (Patrick Frey) kommt ihm auf die Schliche und verknurrt ihn zur Mithilfe bei der Altenpflege. Dann aber beginnt er sich für Ronis Ambitionen zu interessieren und verschafft ihm mit Geld aus der Altersheimkasse eine prestigeträchtige Auftrittsmöglichkeit.

Durch die Unachtsamkeit des gewitzten, aber durch heftige Kifferei etwas verwirrten Heiminsassen Max Wiederkehr (Pinkas Braun) endet die einmalige Chance in einem erneuten Fiasko. Roni will seine Komikerkarriere nun endgültig an den Nagel hängen. Serge, der von seinem Chef (Mathias Gnädinger) wegen zu salopper Geschäftsführung bereits verwarnt worden ist, muss dringend das veruntreute Geld wiederbeschaffen. Kurzerhand drängt er - unter Ronis Namen - selbst auf die Bühne.

Nach dem ersten gemeinsamen Kinoerfolg «Katzendiebe» (1996) haben sich Patrick Frey und Beat Schlatter vom Kabarett Götterspass noch einmal mit Regisseur Markus Imboden und Drehbuchautor Walter Bretscher zusammengetan. Das Ergebnis ist diesmal eine Komödie, in der auch der schwarze, absurde Humor nicht zu kurz kommt. Die tragikomische Hauptfigur hat sich Beat Schlatter auf den Leib geschrieben.

In winzigen Nebenrollen haben auch Promis wie Franz Hohler, Kurt H. Illi, Roger Schawinski und Bernard Thurnheer ihre Kurzauftritte. Für die Lacher sorgen in «Komiker» allerdings die Nebenfiguren, die alten Leute, die in dem narrenschiffartigen Wohnheim fröhlich und bis zum manchmal bitteren Ende ihre Marotten ausleben.