La nuit de l'ours - Eine nächtliche Zusammenkunft

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Wenn die Schatten länger werden und die Lichter in den Fenstern angehen, bleiben einige Tiere auf der Strasse zurück. Doch auch für sie brennt ein Licht hoch oben über der Stadt. Ein liebevoll animierter, preisgekrönter Kurzfilm der Schweizer Brüder Samuel und Frédéric Guillaume («Max & Co»).

In einer Stadt mit furchteinflössender Silhouette suchen entwurzelte Tiere eine Unterkunft für die Nacht. Sie finden Unterschlupf im Haus des Bären, wo eine vorübergehende Gemeinschaft entsteht, die sich mit dem ersten Sonnenstrahl wieder auflöst. In einem unerwarteten Tonfall wird von den Schicksalen sozial Ausgegrenzter erzählt.

Die Brüder Samuel und Frédéric Guillaume haben sich nach ihrem animierten Langspielfilm «Max & Co» (2007) und dem sehr kurzen Wurf «La fondue crée la bonne humeur» (2009) einer neuen Art Kurzfilm zugewendet. «La nuit de l'ours» entstand zum 20-Jahre-Jubiläum einer Notschlafstelle in Freiburg im Üechtland. Die Aussagen stammen von Menschen, die eine Nacht in dieser Unterkunft verbracht haben. Diese Mischung aus Animation und Dokumentarfilm, «Animadok» genannt, ist vor allem im Kurzfilmbereich im Trend. Diese Form kann einem Animationsfilm zusätzliches Gewicht geben und dient auch der Anonymisierung von Leuten, die nicht erkannt werden möchten.

«La nuit de l'ours» gewann den Schweizer Filmpreis Quartz 2013 für den Besten Animationsfilm, den Publikumspreis Suissimage an den Solothurner Filmtagen 2013 und den Schweizer Wettbewerb am Fantoche 2012.