Läppli am Zoll

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Läppli (Alfred Rasser) lässt am Schweizer Zoll nichts unversucht, um die Grenzbeamten gegen die Wand fahren zu lassen. Kurzfilm von 1954. SRF 1 zeigt den Kurzfilm «Läppli am Zoll» in einer restaurierten Fassung in HD.

Theophil Läppli (Alfred Rasser) kommt aus dem Elsass zurück, einen Koffer in der Hand. Verwundert stellt er fest, dass man ihn auch beim Schweizer Zoll befragt, denn kontrolliert wurde er schon auf der anderen Seite. Doch die Aktion ist ihm zu halbherzig. Wenn schon, dann will er eine konsequente Sache. Darum belehrt er die Zöllner, dass man einen Koffer ganz oder überhaupt nicht zu untersuchen habe; nebenher überführt er eine Frau als Parfum-Schmugglerin. Als man ihn jedoch selbst des Schmuggelns beschuldigt, brennt ihm die Sicherung durch. Jetzt will er jedes Stück seines Koffers verzollt sehen. Davon wollen die Zöllner nichts wissen, und sie jagen ihn weg. So leicht aber gibt ein HD Läppli nicht auf. Er weiss einen anderen nervtötenden Weg, um zu seinem «Recht» zu kommen.

Der Kurzfilm «Läppli am Zoll» entstand 1954 und sollte eigentlich in den Kinos als Vorfilm laufen. Dann jedoch unternahm der bekannte Kabarettist Alfred Rasser seine vieldiskutierte Reise nach China, damals eine linke Provokation, die Folgen hatte. An der Basler Fasnacht wurde Rasser als Tschu-en-Läppli parodiert. Er selbst sagte später über diese Zeit: «Ich konnte überhaupt nicht mehr auftreten, verschiedene feste Aufträge wurden annulliert. Ich war einfach unmöglich geworden in jenen Jahren.» Eine weitere Konsequenz, mit der Rasser zu leben hatte: Der fixfertige Film «Läppli am Zoll» kam nicht in die Kinos, weil niemand ihn zu spielen wagte. SRF 1 zeigt den Kurzfilm in einer restaurierten Fassung in HD.