Liebe und Wahn

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Eine Archäologin wird von ihrem Studenten verfolgt und bedrängt. Die Situation eskaliert, als auch noch ihre Familie in die Geschichte hineingezogen wird. Stalkingdrama mit Michael Koch.

Iris Lanz (Sibylle Canonica) steht kurz vor einem beruflichen Erfolg: Die attraktive Archäologin kann die Funde aus einer von ihr entdeckten Grabkammer gross ausstellen. Ihr Vorgesetzter Christian Ackermann (Hanspeter Müller-Drossaart) stellt ihr gar eine ordentliche Professur am Ägyptologischen Seminar in Aussicht. Auch privat zeigt sich Morgenröte: Iris' Mann Etienne (Peter Jecklin) ist bereit, zurück nach Hause zu ziehen. Gemeinsam will es das Ehepaar noch einmal versuchen und die Trennung nach einem Seitensprung von Iris überwinden. Ihre Tochter Anna (Miriam Stein) ist überglücklich, dass die beiden wieder zusammenkommen.

Mit Sebastian Diener (Michael Koch) wählt Iris einen äusserst engagierten Studenten zum Assistenten. Die gemeinsame Arbeit für die Ausstellung «Grab und Totenkult» ist beflügelnd. Aber bald kippt Sebastians Engagement. Er schenkt seiner Professorin Rosen, ruft sie unter Vorwänden zu Hause an und sucht schliesslich auch ihre körperliche Nähe. Iris glaubt, das Ganze mit Vernunft lösen zu können, aber als sie merkt, dass Sebastian abends um ihr Haus schleicht, platzt ihr der Kragen: Sie entlässt ihn kurzerhand.

Jetzt eskaliert der Konflikt. Sebastian greift zu neuen Mitteln, und Iris wird zum Opfer seiner Obsession. Sie kann mit niemandem darüber reden. Etienne, tief getroffen von der vermeintlichen Affäre mit dem Assistenten, verlässt sie erneut. Iris ist endgültig allein. Ihre Angst steigert sich zur Panik, als sie merkt, dass ihre Tochter Anna in Sebastians Auto gestiegen ist.

Regisseur Mike Huber hat seine Ausbildung in den USA gemacht. Mit «aka Birdseye», der auf der Piazza Grande am Filmfestival von Locarno Premiere feierte, legte er 2002 sein Debüt vor. Das Stalkingdrama «Liebe und Wahn» ist die zweite Regiearbeit des Schweizers.

Sibylle Canonica spielt die fragile Professorin Iris Lanz. Die Schauspielerin wurde in Bern geboren. Sie gehört zu den etablierten Bühnendarstellerinnen und wirkt im Ensemble des Bayerischen Staatsschauspiels mit. Regelmässig ist sie auch in Film und Fernsehen präsent («Jenseits der Stille», «Bella Martha», «Tatort»). Michael Koch verkörpert den Verfolger Sebastian Diener. Er studiert seit 2003 an der Kunsthochschule für Medien in Köln und macht auch als Regisseur von sich reden («Wir sind dir treu», Kurzfilm). Internationale Bekanntheit erlangte der Swiss Shooting Star 2004 mit seiner Rolle in der Komödie «Achtung, fertig, Charlie!».