Lücken im Gesetz

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Der eine raucht Gras, die andere hört es wachsen. Im Prozess gegen den Hanfbauern Krattiger (Martin Rapold) stösst die junge Anwältin Lisa Zürcher (Doro Müggler) auf illegale Methoden der Behörde. Justizdrama aus der Reihe SRF Schweizer Film von 2004.

Die junge Rechtsanwältin Lisa Zürcher ist auf dem Weg nach oben. Ihr Studium hat sie mit Auszeichnung abgeschlossen, ihre erste Stelle tritt sie in einer angesehenen Kanzlei an und privat ist sie mit dem Sohn von Staatsrat Golliez liiert. Schon bald allerdings hat sich Lisa mit der gesamten Freiburger Staatsmacht angelegt.

Auslöser dafür ist ihr erster grosser Fall: Der Biobauer Michael Krattiger ist den Behörden schon lange ein Dorn im Auge. Seine Hanffelder werden jedes Jahr grösser und seine Unverfrorenheit auch. Die Behauptung, dass man mit dem Anbau der Pflanzen nicht gegen das Betäubungsmittelgesetz verstosse, lässt Untersuchungsrichter Gross nicht mehr gelten. Deshalb beauftragt er die Polizei, dem aufmüpfigen Bauern das Handwerk zu legen und seine Felder umzupflügen. Doch so einfach läuft das nicht. Lisa Zürcher deckt die unerlaubten Absprachen und Verfahrensmängel der Behörden schonungslos auf. Und wo eine gesetzliche Regelung fehlt, gibt es auch Gesetzeslücken auszunützen. Beide Seiten kämpfen mit allen Mitteln, mit Tricks und Finten, und schon bald geht es nicht mehr um Hanf oder Drogen, es geht um Sieg oder Niederlage. Während Lisa Zürcher den Prozess gegen ihren Mandanten geschickt zu verzögern weiss, verbünden sich die Freiburger Magistraten gegen sie. Auch Staatsrat Golliez, ihr Schwiegervater in spe, gehört zum gegnerischen Lager. Lisa wird klar, dass sie nun auch ihr Privatleben aufs Spiel setzt.

Das Drehbuch zu «Lücken im Gesetz» hat Felix Benesch zusammen mit Regiesseur des Films, Christof Schertenleib, geschrieben. Es basiert auf einem authentischen Fall, der Ende der 90er-Jahre zu einem langwierigen Rechtsstreit führte. Die Autoren haben sich aber auch von der besonderen Atmosphäre der Freiburger Altstadt, von den landschaftlichen Schönheiten des Kantons und der Zweisprachigkeit inspirieren lassen.