Rider Jack - TV-Premiere

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Jack ist in seinem Leben gescheitert und träumt von einem Neuanfang im Ausland. Stattdessen muss er sich unverhofft um seinen verhassten Vater Paul kümmern, den er seit seiner Kindheit nicht mehr gesehen hat. Paul hat Alzheimer und will mit seinem Sohn Frieden schliessen, solange er noch kann.

Doch Jack hat mit Paul ganz andere Pläne. Zwei Welten prallen aufeinander, und aus einer Reise ins Tessin wird eine Odyssee in eine schmerzhaft verdrängte Vergangenheit.
Nach einem Fall ins Bodenlose geht es mit dem arbeitslosen Koch Jack (Roeland Wiesnekker) endlich wieder aufwärts. Er hat aufgehört zu trinken und blickt mit Optimismus in die Zukunft. Doch sein Leben droht wieder aus den Fugen zu geraten: Sein verhasster Vater Paul (Wolfram Berger) ist wieder in der Schweiz - mit der Diagnose Alzheimer. Bis ein Platz im Pflegeheim gefunden ist, soll Paul nun bei Jack wohnen. Als dieser sich weigert, macht ihn die Heimleiterin aufmerksam, dass man ihn nötigenfalls auch gesetzlich dazu zwingen könnte.

Paul mag zwar verwirrt und vergesslich sein. Aber körperlich ist er kerngesund. Er verwandelt die Wohnung seines Sohnes im Nullkommanichts in einen Schweinestall. Beim Essen erzählt Paul, dass er ein Ferienhäuschen im Centovalli besitze. Jack schlägt vor, über das Wochenende einen Ausflug in besagtes Häuschen im Tessin zu machen. In Jacks altem Kombi brechen Vater und Sohn Richtung Süden auf. Begleitet werden sie von Milena (Rebecca Indermaur). Zwischen der Kassierin vom Quartierlädeli und Jack knistert es heftig. Doch zur ersten Liebesnacht kommt es im Tessin nicht. Denn als Jack ihr die vesteckte Absicht seine Reise verrät, verlässt Milena das Hotelzimmer entsetzt. Jack möchte Pauls Häuschen verkaufen, um mit dem Erlös eine Beiz in Mallorca aufzumachen.
Zu zweit machen sich Vater und Sohn auf, das Haus wiederzufinden. Es wird ein schwieriges Unterfangen, denn Paul ist zunehmend verwirrt. Die Suche nach dem Haus entwickelt sich zu einer Reise in die gemeinsame Vergangenheit. Paul verklärt sie, Jack hat ganz andere, schlimme Erinnerungen. Und allmählich kommt eine dunkel-tragisches Geschichte an die Oberfläche - das Geheimnis um Rider Jack. Vater und Sohn kommen sich dabei wieder näher. Sie erhalten die zweite und letzte Chance, ein verpfuschtes Leben wieder geradezurücken. Wird ihnen diie Versöhnung trotz Pauls Krankheit und Jacks Wut auf den Vater gelingen?

Nach dem Drehbuch von André Küttel entstand unter der Regie von This Lüscher die bittersüsse Tragikkomödie «Rider Jack» eine Kino-Koproduktion mit SRF und RSI. Wolfram Berger wurde für seine eindringliche Darstellung des virilen Alzheimerkranken Paul für den Schweizer Filmpreis nominiert.