Schellen-Ursli

Schellen-Ursli

Bildlegende: Zurück mit der grossen Glocke Jonas Hartmann als Uorsin Copyright SRF/C-Films

Nach einem harten Winter voller Entbehrungen und Ungerechtigkeiten bekommt Uorsin für den Chalandamarz-Umzug auch noch die kleinste Glocke. Als er von allen als «Schellen-Ursli» verspottet wird, reicht es ihm. Er will die grosse Glocke aus dem Maiensäss holen und wagt ein gefährliches Abenteuer.

Der Bauernbub Uorsin verbringt den Sommer mit seinen Eltern auf der Alp und hütet die Ziegen. Sein besonderer Stolz ist das junge Zicklein Zila, bei dessen Geburt er dabei war. Im Verlauf des Sommers freundet er sich mit Seraina vom benachbarten Maiensäss an. Auf der Alpabfahrt geht wegen einem Unfall ein Teil der Heuernte und des Käses verloren. Vater Linard macht sich Sorgen, dass sie mit dem Rest nicht über den Winter kommen. An eine Rückzahlung der Schulden beim reichen Ladenbesitzer Armon ist nicht zu denken. Armon nützt die Notsituation der Familie schamlos aus, da er seit Jahren ein Auge auf das Maiensäss der Familie geworfen hat. Und dessen Sohn Roman bringt seinen Vater dazu, für ihn Uorsins Ziege als Pfand einzufordern. Uorsin muss verzweifelt mitansehen, wie nun Roman Zila bekommt und Seraina für sich zu gewinnen scheint. Beim Verteilen der Glocken für den jährlichen Chalandamarz-Umzug erhält Ursli zum Gespött aller auch noch die kleinste Glocke und wird von Roman als «Schellen-Ursli» gehänselt. Nun entschliesst er sich, es allen zu zeigen. Er wagt das Unmögliche und macht sich auf, trotz Schnee und Eis die grosse Glocke aus dem Maiensäss zu holen.
Die Handlung basiert auf dem Bilderbuch «Schellen-Ursli» von Selina Chönz und Alois Carigiet aus dem Jahr 1945. Da die eigentliche Handlung der Buchvorlage für die Länge eines Spielfilms zu wenig hergab, wurde die Geschichte von Stefan Jäger und Xavier Koller um wesentliche Teile erweitert; die Glockengeschichte, die im Buch erzählt wird, findet nur in den letzten 20 Minuten des Films statt. Den Kinderbuchklassiker hat Oscarpreisträger Xavier Koller im Unterengadin verfilmt. Dazu wurden in Sur En, einem kleinen Dorf gegenüber von Ardez, extra einige zusätzliche Häuser im Dorfkern sowie etwas ausserhalb das Schellen-Ursli-Haus als Kulissen gebaut.