Traumland

Video «Traumland» abspielen
Video nicht mehr verfügbar

Mia ist 18 und arbeitet auf dem Strassenstrich in Zürich. Am Weihnachtstag haben vier Menschen mit der bulgarischen Prostituierten zu tun. Und alle verraten sie - und damit sich selber. Doch nur das Schicksal von Mia endet fatal. Regie: Petra Volpe.

Zürich an Heiligabend. Die Sozialarbeiterin Judith kümmert sich in einer Anlaufstelle um Prostituierte. Ihre eigenen sexuellen Phantasien lebt sie mit einem Polizisten aus. Bis ihr langjähriger Lebenspartner hinter die Affäre kommt und sie verlässt. Judith muss unter Tränen die geplante Einladung für den Abend absagen.

Die schwangere Lena führt mit ihrem Mann und dem kleinen Sohn ein intaktes Familienleben. Das Familienidyll zerbricht, als sie entdeckt, dass ihr Mann sie mit Prostituierten betrügt. Sie stellt ihn zur Rede und sucht später auf dem Strich in Erfahrung zu bringen, was genau den Mann angezogen haben könnte.

Ein Scherbenhaufen ist das Familienleben von Rolf. Er ist frisch von seiner Frau geschieden und auch seine Tochter will nichts mehr von ihm wissen. Vor der Einsamkeit flüchtet er in die Arme von Prostituierten, die er mit Sandwiches versorgt.

Die einsame Witwe Maria lädt den ebenfalls verwitweten Juan zum Abendessen ein. Als ihre vorsichtigen Flirtversuche jedoch brüsk abgewiesen werden, richtet sich ihre ganze Wut gegen die junge Nachbarin, die als Prostituierte arbeitet.

Im Laufe des Tages kreuzen die Wege all dieser Protagonisten jenen der 18-jährigen Mia, die als Strassen-Prostituierte über die Runden zu kommen sucht, und die Weihnachten eigentlich Zuhause in Bulgarien bei ihrem kleinen Sohn verbringen möchte. Die Begegnungen mit der jungen Frau lassen die Fassaden bröckeln - nach und nach kommen Lügen, Schmerz und die Sehnsucht nach Nähe und echter Verbundenheit zum Vorschein.

TV-Premiere der SRF Kinokoproduktion aus dem Jahr 2013.