Die Walliser «büüchen» ihre Wäsche

Im Wallis wird Wäsche nicht gewaschen, sondern «gebüücht». Mit «buuche» oder «büüche» war ursprünglich aber nicht das Waschen der Wäsche gemeint, sondern die vorbereitenden Arbeiten. In der heutigen Zeit könnte man es mit dem sogenannten Vorwaschgang vergleichen.

Frauenhände, die Wäsche an einem Waschbrett schrubben.
Bildlegende: Die eingelegte Wäsche wurde früher von Hand fertig gewaschen. colourbox

Die Vorwäsche war früher eine aufwändige und anstrengende Sache. Durch ein sogenannten Aschetuch wurde mehrmals kochendes Wasser über die schmutzige Wäsche geschüttet. Anschliessend wurde die Wäsche in der heissen Aschelauge über längere Zeit eingelegt und anschliessend von Hand gewaschen.

Die Herkunft von «buuche» oder «büüche» lässt sich laut SRF-Mundartexperte Christian Schmutz allerdings nicht eindeutig klären.

Moderation: Martin Wittwer, Redaktion: Christian Schmutz