Mit «schybe» Aufmerksamkeit wecken

«Dr Reesli wott ga schybe» heisst ein Jodellied von Emil Grolimund. Das Mundartwort «schybe» ist vergleichbar mit «chilte» und bezeichnet ein geheimes, mehr oder weniger romantisches Treffen von einem jungen Mann mit einer jungen Frau.

Fenster von einem alten Holzhaus.
Bildlegende: Das Berner Mundartwort «schybe» ist etwa gleichbedeutend wie das süddeutsche und österreichische Wort «pfeischterle». colourbox

«schybe» ist noch etwas präsziser als «chilte» und meint, dass der junge Mann beim Haus der jungen Frau die Fensterscheiben reibt. Mit dem Geräusch, das dadurch entsteht, hofft er die Aufmerksamkeit seiner Herzensdame zu gewinnen.

Moderation: Christian Salzmann, Redaktion: André Perler