Von Aktau in Kasachstan nach Beynew und an die usbekische Grenze

Von röhrenden Kamelen, künftigen Knotenpunkten, besessenen Architekten und autoritären Herrschern.

Peter Gysling nimmt das Fernsehpublikum mit auf ein grosses Abenteuer: Er bereist eine der Nordrouten der Seidenstrasse, von Venedig nach Xi‘an. Die vierte Etappe führt von Aktau in Kasachstan nach Beynew und an die usbekische Grenze, und wirft einen kritischen Blick auf Turkmenistan, für das Videojournalist Mitja Rietbrock nach langen Verhandlungen eine der seltenen Drehbewilligungen erhielt.

Röhrende Kamele

Peter Gysling besucht Khan Bibi und ihre Familie, die in der Nähe von Aktau Kamele züchten. Waren die Kamele früher die Transporttiere der Seidenstrasse, dienen sie heute der Fleisch- und Milchproduktion, Kamelmilch ist sehr gesund. Die kasachischen Bauern streben nicht nach Reichtum, sondern nach einem freien Leben mit reiner Seele.

Künftiger Knotenpunkt

Hafenberater Rachim Amirschanow führt Peter Gysling durch die beeindruckenden Hafenanlagen von Aktau, einer Schlüsselstelle der neuen Seidenstrasse für den Öltransport von Zentralasien über den Kaukasus nach Europa. Beim Projekt TRACECA wird das schwarze Gold per Tanker und verschifften Zügen unter Umgehung von Russland transportiert.

Bezaubernde Landschaft

Die mehrstündige Zugfahrt von Aktau nach Beynew führt durch die wunderbare Steppenlandschaft Kasachstans. Während der Fahrt geniesst Reporter Gysling selbstgemachtes Burdak, Pferdefleisch, das ihm von einer lebhaften kasachischen Familie spontan angeboten wird.

Totalitäres Turkmenistan

In der Antike „Zentrum der Welt“ und Knotenpunkt der Seidenstrasse, gehört Turkmenistan heute zu den isoliertesten Ländern der Welt.. SRF-Videojournalist Mitja Rietbrock hat nach vier Monaten Bemühungen eine der seltenen Drehbewilligungen bekommen. Rietbrock und sein staatlicher Begleiter reisen durch ein Land, das Führerkult vom Feinsten betreibt: sie besuchen den Badeort Awaza, die Hauptstadt Ashgabat, das nationale Reitzentrum und die Ruinen der berühmten Oasenstadt Merv.