1980: die Schweiz bleibt eine Sommerzeit-Insel

Der Einführung der Sommerzeit 1981 in der Schweiz, gingen turbulente Zeiten und hitzige Diskussionen voraus. 1978 lehnte das Schweizer Volk das Sommerzeit-Gesetz ab. Zwei Jahre später wurde es vom Ständerat befürwortet, vom Nationalrat aber abgeschmettert.

Der damalige Bundesrat und Finanzminister Georges-André Chevallaz wurde im Nationalrat klar überstimmt. Im Rendez-vous am Mittag von Schweizer Radio DRS sprach er am 3. März 1980 über diese Niederlage.

Das Nichteinführen der Sommerzeit hatte unter anderem Auswirkungen auf die Reisenden und die Reise-Anbieter. So mussten die SBB zum Beispiel ihre Fahrpläne ändern. Der damalige Direktor des Betriebsrat sprach über die Kosten, die durch diese Fahrplanänderung entstehen.

Die Bauern gehörten zu den Gewinnern der Abstimmung im Nationalrat. Sie hatten gegen die Einführung der Sommerzeit opponiert. Worführend für die Interessen der Bauern war Alt-CVP-Nationalrat Albert Rütimann. Auch er kam im Rendez-vous am Mittag zu Wort.

Im Jahr 2010 gilt die Mitteleuropäische Sommerzeit vom 28. März, 2:00 Uhr bis zum 31. Oktober 2010, 3:00 Uhr MESZ.

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