60 Jahre Rega: Einsatz am Grand Canyon 1956

Mutige Piloten, Fallschirmspringer mit Lawinenhunden, Ärzte und andere Helfer haben in den letzten 60 Jahren im Dienste der Schweizerischen Rettungsflugwacht REGA viele Menschenleben gerettet. Nebst Routine-Einsätzen gab es auch spektakuläre. 1956 zum Beispiel am Grand Canyon.

Signet der Rega Basis auf dem Flughafen Bern Belp.
Bildlegende: Signet der Rega Basis auf dem Flughafen Bern Belp. Keystone/Marcel Bieri

Am 3. Juli 1956 kollidieren über den Rocky Mountains, im Gebiet des Grand Canyon, zwei Verkehrsflugzeuge. Die Wrackteile der Flugzeuge lagen in einer unzugänglichen, 1'200 Meter tiefen Felsschlucht. Zur Bergung der Leichen suchten die Amerikaner eine Spezialtruppe und fanden diese bei der Schweizerischen Rettungsflugwacht.

Das Team aus der Schweiz traf zwei Tage später auf dem Idlewild Airport bei New York ein. Reporter William Malton unterhielt sich bei der Ankunft mit Einsatzleiter Max Stampfli. Er stellte das Team vor, in dem die unterschiedlichsten Berufsgruppen vertreten waren.

Die Geschichte der Rega

Was heute in der Schweiz fast wie selbstverständlich funktioniert, ist im Verlauf von Jahrzehnten entstanden. Die Geschichte der Rega ist spannend: Während früher im Gebirge die Hilfe nur vom Boden aus erfolgen konnte, wurden schon 1946 erstmals Flugzeuge zu diesem Zweck eingesetzt.

Bereits einige Jahre später übernahmen die immer stärker aufkommenden Helikopter diese Aufgabe, und ab 1960 brachte die damalige Schweizerische Rettungsflugwacht auch in Not geratene Menschen aus dem Ausland in die Schweiz zurück - mit dem Flugzeug. Die Pioniere der Luftrettung prägten diese Zeit der Entwicklung.

Die Schweizerische Rettungsflugwacht wurde am 27. April 1952 in Twann gegründet. Das 60-Jahr-Jubiläum wird mit diversen Aktivitäten gefeiert. Auftakt bilden die ersten «Tage der offenen Tür» am 28. und 29. April 2012 im Rega-Center Zürich-Flughafen.