«Blueme und Unkrut i euisere Sproch» (1/3)

Was heute die Schnabelweid auf DRS 1, war 1950 die Sendung «Blueme und Unkrut i euisere Sproch». Dabei ging es um die Schönheit und Unterschiede der Schweizer Dialekte. Germanist und Dialektologe Rudolf Suter wollte zur Pflege der Mundart motivieren.

Im Gespräch mit Dr. Guggenbühl spricht Rudolf Suter unter anderem über Schweizer Volkslieder, die in Vergessenheit geraten. An die erste Strophe mag manch einer sich noch erinnern, bei der zweiten fängt es an zu hapern und bei der dritten müssen viele definitiv passen.

Die falsche Bescheidenheit und der mangelnde Stolz der Deutschschweizer führe unter anderem dazu, dass der Dialekt verkümmere. Einem Deutschen antworte man auf eine Frage ebenfalls in deutscher Sprache. Mit einem Bürger aus der Welschschweiz spreche man automatisch französisch.

Erstsendung: 12. März 1951.