«Catch-as-catch-can» in Zürich

Mitte des 20. Jahrhunderts erlebte die Sportart «Catch-as-catch-can» in Zürich Hochkonjunktur. Im Hallenstadion fanden pro Winter-Saison rund zehn Freistil-Meetings statt.

Catch-as-catch-can ist vergleichbar mit dem heutigen Wrestling. Das Bild stammt von der «World Wrestling Entertainment Show» in Madrid 2006.
Bildlegende: Catch-as-catch-can ist vergleichbar mit dem heutigen Wrestling. Das Bild stammt von der «World Wrestling Entertainment Show» in Madrid 2006. Reuters

Insgesamt waren das über die Jahre 170 Anlässe mit internationalen Darstellern, erzählt Sepp Renggli im Beitrag. Die Darsteller erhielten klare Regie-Anweisungen, betreffend ihrer Rollen. Einer musste immer den «Bösen» spielen, der andere den «Publikums-Liebling».

Die Zuschauerinnen und Zuschauer im Hallenstadion erfreuten sich am inszenierten Spektakel. Unter ihnen: Walter Roderer alias «Barbier von Seldwyla». Ein absoluter Spitzenkampf stand auf dem Programm: Der «Würger von Lissabon» gegen den «Blauen Engel von Paris». Als Vorkämpfer standen sich ein Grieche und ein Schwarzer im Ring gegenüber.

In der Radio-Satire erzählt der «Barbier von Seldwyla» von dieser Furcht einflössenden Show. Man hört ihm zu und hat das Gefühl, man sei live dabei.

Autor/in: Sepp Renggli