Der Fall der Berliner Mauer

In der Nacht auf den 10. November 1989 fällt die Berliner Mauer. Die Grenze der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wird geöffnet. Zehntausende DDR-Bürger können erstmals seit mehr als 28 Jahren den Westteil Berlins wieder frei betreten. 

Am 9. November 1989 stellt SED-Funktionär Günter Schabowski eine neue Reiseregleung für DDR-Bürger vor. Diese enthält unter anderem die Formulierung: «Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangs-Stellen der DDR zur BRD bwz. zu West-Berlin erfolgen.» Auf die Frage, ab wann diese Regelung gelte, antwortet Schabowski «Das tritt nach meiner Kenntnis... ist das sofort, unverzüglich.»

Nach diesen Äusserungen gibt es für Tausende von Berlinern kein Halten mehr. Sie ziehen zu den Grenzübergangsstellen und verlangen nach der Öffnung der Grenze. Offiziere der Passkontrolleinheit am Ost-Berliner Grenzübergang Bornholmer Strasse kommen dieser Forderung als Erste nach und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Kurz nach Mitternacht kommt es zu weiteren Öffnungen an der innerdeutschen Grenze zur Bundesrepublik.

Danièle Hubacher mit einem Rückblick auf die historischen Ereignisse vom November 1989.

Autor/in: Danièle Hubacher