Die Gewänder der Madonna von Mariastein

Mariastein ist ein Muttergottes-Wallfahrtsort  im Dreiländereck Schweiz-Frankreich-Deutschland. Im 14. Jahrhundert soll Maria dort ein Kind gerettet haben, das den Fels hinunter stürzte.

Mariastein ist nach Einsiedeln der bedeutendste Marienwallfahrtsort der Schweiz. Unzählige Menschen aus dem In- und Ausland pilgern noch heute mit ihren Anliegen an die Stätte der «Fallwunder».

In der Felsengrotte steht die Gnadenkapelle mit der Muttergottes: Maria mit dem Jesuskind. Zu Weihnachten werden beide mit Kleidern ausgestattet. Was steckt hinter diesem Brauch? Noémie Speiser hat diese Frage 1969 in einer Sendung von Radio Beromünster beantwortet.

Das erste Fallwunder

Die Legende sagt, dass ein kleiner Hirtenjunge mit seiner Mutter das Vieh hütete, hoch oben auf dem Felsplateau. Die Mutter gönnte sich in der Mittagshitze etwas Schlaf, während der Junge draussen spielte. Dabei wagte er sich zu nahe an die Klippen und fiel die steile Felswand hinunter. Als die Mutter aufwachte, machte sie sich voller Sorge auf die Suche nach ihrem Kind. Sie traf ihren Sohn unversehrt im Tal an. Er berichtete, er sei von einer Frau aufgefangen worde. Sein Vater war sich sicher, dass es sich bei dieser mysteriösen Frau um eine Erscheinung der Gottesmutter Maria handeln musste. Zum Dank für die Rettung errichtete er ihr zu Ehren eine Kapelle über der Höhle.

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