Die Schweiz für Anfänger: Schweizer Mundart

Im achten und letzten Teil der «Sinerzyt»-Serie «Die Schweiz für Anfänger» geht es um Schweizer Dialekte. Eine Sprache sei das nicht, behaupten böse Zungen, eher ein Gurgeln oder gar eine Halskrankheit.

Ein ausländisches Ehepaar unterhält sich über die Schweizer Dialektsprache. Da sei man zum Beispiel von einer Person angetan, doch sobald sie zu sprechen beginne, sei der ganze Zauber verflogen. Was da aus Schweizers Mund kommt sei ein Gurgeln oder Krächzen. Irgendwelche Urlaute, die eher an eine akute Halskrankheit als an eine Sprache erinnern.

Eine Amerikanerin, die sich mit ihrem Schweizer Ehemann in Schwyz niedergelassen hat, hat eifrig «Schwyzerdütsch» gelernt. Doch bald einmal hat sie sich dieses Dialekts wieder entledigt. Es gebe nämlich gar kein Schweizerdeutsch, erzählte sie. Es gebe nur Zürideutsch, Baseldeutsch, Berndeutsch und noch ein paar andere Deutsch. Mit ihrem «Schwyzerdütsch» habe sie zum Beispiel in Zürich nur fragende Blicke geerntet und sei als Ausländerin angesehen worden.

«Die Schweiz für Anfänger» hiess 1961 eine Sendung auf Radio Beromünster. Es ging um touristisch-humoristische Betrachtungen über die Schweiz und ihre Bewohner.