Eine Waschmaschine zum Fremdschämen

Robert Wältis Mutter war eine weise Frau. Als sich die Gemeinde Wald ZH während der Kriegsjahre eine Waschmaschine für die Bevölkerung zulegte, war sie die aufsichtshabende Person. Allerdings war ihr bewusst, dass das kostbare Stück sorgfältig behandelt werden muss und griff zu einer List.

Senior vor landschaftlichem Panorama.
Bildlegende: Robert Wälti wuchs im zürcherischen Wald auf. SRF

Damit die Bauersfrauen mit ihrer schmutzigen Wäsche die Maschine nicht ruinieren, bestand Robert Wältis Mutter darauf, dass nur sie die Waschmaschine bedienen durfte. Die Bauersfrauen hätten also jeweils bei ihr antraben müssen und schämten sich deswegen. Somit konnte die Maschine tatsächlich geschont werden.

Moderation: Leonard, Redaktion: Daniela Huwyler