Kleider, Mäntel oder Schuhe für Bedürftige

Als Folge der Weltwirtschaftskrise 1929 wuchs die Arbeitslosigkeit in der Schweiz in den darauf folgenden Jahren. Es gab immer mehr Menschen, die sich kaum das Nötigste leisten konnten. Aus dieser Not heraus entstanden ab 1933 die Kleiderstuben.

Schwarz-Weiss Fotografie. Eine Frau faltet eine Hose zusammen, die sie einem Karton entnommen hat.
Bildlegende: Winterhilfestelle und Kleiderstube in den 1970-er Jahren. Wikimedia/LillyCH

In Zürich richtete die Winterhilfe 1937 die erste Kleiderstube ein: innerhalb des ersten Jahres wurden an 8'230 Menschen insgesamt 44'396 Bekleidungsstücke abgegeben. Im Laufe der Jahre wurden in den meisten Kantonen die Kleiderstuben eine feste Institution der Winterhilfe, ebenso wie ihre traditionellen Kleidersammlungen. In den Kleiderstuben wurde auch genäht und geflickt, und es wurden Nähkurse abgehalten.

Elisabeth Thommen hat 1943 für Radio Beromünster die Kleiderstube in Zürich besucht und sich mit verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unterhalten.

Moderation: Eric Dauer, Redaktion: Bea Schenk