Maria Stader erinnert sich

Die Schweizer Sopranistin Maria Stader war 1969 bei Schweizer Radio DRS zu Gast. In der Sendung blendete sie zurück ins Jahr 1935. Sie erinnerte sich an die Zeit, in der ihre grosse Karriere ihren Anfang genommen hatte.

Maria Stader wurde 1911 in Budapest als Maria Molnár geboren. Während des Ersten Welkriegs kam sie zu Schweizer Pflegeeltern. Später wurde sie von der Familie Stader aus Romanshorn adoptiert.

Ihre musikalische Ausbildung erhielt sie seit 1933 zunächst bei Mathilde Baerbacher-Keller in St. Gallen, dann bei Hans Keller in Konstanz, später auch am Konservatorium in Karlsruhe. International bekannt wurde sie 1939, als sie beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf den ersten Preis errang. Der Krieg unterbrach ihre Karriere, doch konnte sie während dieser Zeit ihr Studium fortsetzen.

rein, vibrierend, beschwingt

Maria Stader wurde für ihre Kunst des «instrumentalen» Singens besonders gelobt. Ihre Stimme zeichnete sich durch «eine strahlende Intonationsreinheit, eine vibrierende Leuchtkraft» und «eine beschwingte Leichtigkeit auch in extremen Hochlagen» aus (NZZ, 29.4.1999). Dagegen wurde von Kritikern häufig die geringe dramatische Ausdruckskraft ihrer Stimme bemängelt.

Maria Stader starb am 27. April 1999 in Zürich.