Postkutschen-Sternfahrt 1962: Meckesheim

Im Mai 1962 hat sich in Frankfurt am Main ein historischer Tross in Bewegung gesetzt: Eine Postkutsche, gezogen von vier Freiberger Pferden, nahm die Reise Richtung Schweiz unter die Räder. Die Fahrt war Teil der Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag von Jean-Jacques Rousseau.

Die Postkutsche, die im Rousseau-Jahr 1962 von Frankfurt nach Neuenstadt am Bielersee unterwegs war, wurde auch in Meckesheim mit Pauken und Trompeten emfpangen.
Bildlegende: Die Postkutsche, die im Rousseau-Jahr 1962 von Frankfurt nach Neuenstadt am Bielersee unterwegs war, wurde auch in Meckesheim mit Pauken und Trompeten emfpangen.

Die Schweizerische Verkehrszentrale in Zürich hatte 1962 die Idee, zum 250. Geburtstag von Jean-Jacques Rousseau eine Postkutschen-Sternfahrt zu veranstalten. Sechs Postkutschen verliessen Frankfurt, München, Mailand, Lyon, Paris und Brüssel und brachen in die Schweiz nach Neuenstadt auf.

Fredy Weber, Reporter von Radio Bern, hat die Postkutschenfahrt von Frankfurt nach Neuenstadt begleitet und die Fahrt in einer halbstündigen Reportage zusammen gefasst. Die Reise war ein eindrückliches Erlebnis. Wo auch immer die Postkutsche auftauchte, wurde die Reisegruppe von der Bevölkerung mit viel Begeisterung empfangen. Die Musik spielte auf, die Stadträte hielten Begrüssungsreden und überreichten Geschenke.

Mit der Postkutschen-Sternfahrt wollte man die Gedanken des Genfer Philosophen und Dichters Jean-Jacques Rousseau verwirklichen, die sich in den drei Worten «Zurück zur Natur» zusammenfassen lassen. Mit dem abgeänderten Motto «Zurück zur Reisekultur» wollte man in einer damals schon hektischen Zeit, eine Reise im gemächlichen Tempo unternehmen. Ein Tempo, das einem erlaubt, die Landschaft zu geniessen und mit Menschen in Kontakt zu kommen.

Die sechs Postkutschen verliessen Frankfurt, München, Mailand, Paris und Brüssel Ende Mai 1962. Am 1. Juni wurde ihre Ankunft in Neuenstadt am Bielersee gefeiert.