Ski-Weltmeisterinnen 1932 und 1954

Die Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen ist Vergangenheit. Didier Cuche sorgte mit Abfahrts-Silber für das einzige Schweizer Highlight. Sepp Renggli dreht das Rad der Zeit zurück und erinnert sich an Ski-Weltmeisterinnen von früher.

Ski-Legende Ida Schöpfer 2004 in Fluehli.
Bildlegende: Ski-Legende Ida Schöpfer 2004 in Fluehli. Keystone

Der Schweizer Ski-Verband - heute unter dem Namen Swiss Ski bekannt - wurde 1904 mit einem Startkapital von 4,25 Franken gegründet. Zu Beginn war es den Männern vorbehalten, Wettkämpfe im Skifahren zu bestreiten. Noch 1928 betonte ein SSV-Funktionär, dass Frauen in die Küche und nicht auf die Piste gehörten.

Doch Rösli Streit aus Glaris machte 1932 den Männern vor, wie Medaillen zu holen sind. In Cortina d'Ampezzo wurde sie zweifache Weltmeisterin und gewann Gold im Slalom und in der Alpinen Kombination.

Danach wurden die WM-Medaillen für die Schweizer Skifahrerinnen rarer, bis 1954. Bei den Weltmeisterschaften im schwedischen Are holten sie 2 x Gold und 3 x Silber. Ihre männlichen Kollegen gingen leer aus.

Im Entlebuch war man 1954 besonders stolz auf Ida Schöpfer. Zu Ehren der zweifachen Weltmeisterin organisierte das Dorf Flüeli ein Volksfest. Die Schulkinder hatten frei, der Lehrer wurde zum Dichter.

Autor/in: Sepp Renggli