Überfremdungsinitiative «Schwarzenbach»

Ab ende der 60er Jahre hat das Stichwort «Überfremdung» die politische Debatte geprägt. Die «Nationale Aktion», die Partei die sich gegen die Überfremdung von Volk und Heimat eingesetzt hat, reichte 1970 eine Volksinitiative ein, die sogenannte «Schwarzenbach-Initiative».

Sie verdankt den Namen ihrem Urheber, dem damaligen Nationalrat James Schwarzenbach. Diese Initiative wollte den Ausländeranteil in der Schweiz auf 10% der Gesamtbevölkerung beschränken. Das Stimmvolk hat mit 54% Nein-Stimmen die Vorlage knapp abgelehnt. Die «Schwarzenbach-Initiative» hat aber das Thema «ausländische Überbevölkerung» zu einem politischen Dauerthema gemacht. Bis ins Jahr 2000 sind vier weitere ähnliche Initiativen vor das Volk gekommen.

In unserem Archiv haben wir eine Aufnahme aus dem Jahr 1974 gefunden. Die 3. «Überfremdungsinitiative» awurde gerade bgelehnt und Peter Wyss sprach mit dem Pfarrer und Betreuer von italienischen Gastarbeiter, Don Mario Slongo, darüber, wie sich die italienischen Gastarbeiter im Vorfeld dieser Abstimmung gefühlt haben.