Vor 105 Jahren überflog Geo Chavéz die Alpen

Am 23. September 1910 hebt der peruanisch-französische Luftfahrpionier Geo Chávez zum ersten Alpenflug in Brig ab. Er fliegt über den Simplonpass bis nach Domodossola. Die Alpen-Überquerung gelingt, aber Chávez bezahlt das mutige Abenteuer mit seinem Leben.

Etwas verschwommene Schwarz-Weiss Fotografie mit dem Piloten in seinem kleinen Eindecker.
Bildlegende: Jorge Chávez Dartnell (in der Schweiz auch bekannt unter dem Namen Geo Chavez) in seiner Blériot. Wikipedia

In den frühen Jahren der Fliegerei wurden Piloten wie Helden gefeiert. Mit ihren aufgestellten Rekorden sorgten sie regelmässig für Schlagzeilen. Schneller, weiter, länger und höher war ihr Motto. Doch die Fliegerei war riskant und viele Flüge endeten tödlich.

Sturzflug in den Tod

Die Leidenschaft fürs Fliegen wurde auch für Geo Chávez zum tödlichen Abenteuer. Den Flug über die Alpen hatte er intensiv vorbereitet, das Gelände ausgiebig erkundet. Mit seiner Blériot XI, einem Eindecker, hob er in Brig ab, überflog den Simplon und wollte in Domodossola landen. Nach dem missglückten Versuch, einen Sturzflug abzufangen, brach das Flugzeug bei der Landung auseinander. Der Flugpionier wurde beim Absturz aus geringer Höhe schwer verletzt und starb am 27. September 1910.

50 Jahre später

Zum Gedenken an Geo Chávez realisierte Friedrich Brawand 1960 eine Sendung auf Schweizer Radio DRS. In einem Ausschnitt werden die Ereignisse von damals detailliert geschildert.

Moderation: Christian Salzmann, Redaktion: Bea Schenk