Wanderungen im Oberhasli (2/2)

Man schrieb das Jahr 1921. Wien ehrte den Komponisten Anton Bruckner zu seinem 25. Todestag mit seinen Sinfonien und Chorwerken. Der Schweizer Komponist Walter Simon Huber wollte sich das nicht entgehen lassen und nahm die Reise nach Wien unter Fahr- und Zugräder.

Die Reise begann im emmentalischen Pfaffenmoos, wo Walter Simon Huber als Lehrer an einer Gesamtschule unterrichtete. Die ersten paar Kilometer nahm der Komponist aus Kostengründen auf seinem Militärvelo unter die Räder. Das herrliche Herbstwetter zog ihn zuerst mit aller Kraft ins Haslital. In Isenbolgen kehrte er im Haus seiner Grossmutter ein. Bei Einbruch der Nacht stieg er wieder auf sein Fahrrad und radelte durch einen gespenstischen Wald.

Als Komponist hat Walter Simon Huber (1898-1978) über 300 Melodien geschrieben. Als Erzähler mit Haslitaler Dialekt hat er 1972 auf Radio Beromünster ein lebendiges Bild vom Leben im Oberhasli Anfang des 20. Jahrhunderts gezeichnet.

Die Sendung von Schweizer Radio DRS aus dem Jahr 1972 trägt den Titel «Wanderungen im Oberhasli. Mundartplauderei im Haslitaler Dialekt». Komponist Walter Simon Huber erzählt aus verschiedenen Stationen seines Lebens, die ihn ins Oberhasli geführt haben.

 

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