5/5: Salzburger Stier 2019: Gerhard Polt erhält den «Ehrenstier»

Wenn Gerhard Polt da ist, dann ist er da. Steht im Raum oder auf der Bühne und füllt sie aus. Mühelos. Wahrscheinlich liegt darin sein Geheimnis: dass er die Fähigkeit, einfach nur da zu sein, beherrscht wie kaum ein anderer.

Gerhard Polt
Bildlegende: RAI Südtirol / Andreas Marini

Seit über vierzig Jahren brilliert Polt als Kabarettist und Satiriker, als Filmregisseur und Hörspielmacher, als Geschichtenerzähler und Philosoph. Er braucht keinen Ruhestand, um in sich zu ruhen. Ruhe, das ist für Gerhard Polt die Voraussetzung, um die Komik zu sortieren, die in der Welt herumliegt. Um den Wahnsinn im Alltäglichen zu erkennen. Wenn der Mensch seine monströse Seite zeigt, wenn er sich als engstirnig, kleingeistig und ignorant erweist, wuchtet Polt ihn auf die Bühne, in seiner ganzen furchterregenden Banalität. «Die Satire stirbt nicht», sagt er, «solange der Mensch menschelt.»

Am Eröffnungsabend des Salzburger Stier 2019 erhielt Gerhard Polt den «Ehrenstier» für sein bisheriges Schaffen. Begleitet wurde er an diesem feierlichen Abend von den grossartigen und ihm seit langem freundschaftlich verbundenen Well-Brüdern ausm Biermoos.

Ein Live-Mitschnitt aus dem Kurhaus Meran vom 10. Mai 2019

Den ersten Teil dieser Aufzeichnung können Sie im «Spasspartout» vom 26. Juni 2019 nachhören.

Redaktion: Sibylle Schaeren Kramer