Salzburger Stier: Rainald Grebe und Ludwig Müller

Rainald Grebe ist ein ziemlich anarchistischer Entertainer. Sein erstes Programm, mit dem alles anfing, hiess «Abschiedskonzert».

Und auch das neue Soloprogramm, für das der vielseitige Kölner Musikkabarettist den Salzburger Stier 2008 erhält, trägt einen rätselhaften Titel: «Das Robinson Crusoe Konzert». Für wen soll der einsame Mann auf der Insel ein Konzert geben? Rainald Grebe weiss es auch nicht, aber das tut seiner Performance keinen Abbruch.

Viel konkreter, sogar exakt bezifferbar, sind die Probleme, die der Preisträger aus Österreich verhandelt: Ludwig Müller, in seiner Heimat bekannt für seinen kreativen Umgang mit Wörtern und Reimen, wagt es, die eigene finanzielle Misere zum Thema zu machen. Mit Lust am Detail erzählt er von der Gratwanderung eines Kabarettisten zwischen Bedürftigkeit und Gier, zwischen Existenzangst und Überlebenskunst. Ein Live-Mitschnitt aus dem Kom(m)ödchen Düsseldorf vom 17. Mai 2008.

Redaktion: Anina Barandun