Die Bücher und das Buch – ein Gespräch mit Peter von Matt

«Ein ewig wirksames Buch», hat Johann Wolfgang von Goethe die Bibel einmal genannt. Stärker, als man gemeinhin annimmt, hat die Literatur auf die Bibel gebaut. Das Verschwinden der Bibelkenntnis bei heutigen Literaturstudenten hält Literaturprofessor Peter von Matt deshalb für eine Katastrophe.

Ein Mann in Anzug und Krawatte sitzt auf einem Ledersofa.
Bildlegende: Bibelkenntnis sei für das Begreifen von Literatur unerlässlich, meint Peter von Matt. Keystone

Das meist verbreitete Buch der Weltgeschichte ist bei jungen Menschen viel zu wenig präsent, moniert von Matt und wirft ihnen eine Art «biblischen Analphabetismus» vor. Für das Erfahren und Begreifen unserer kulturellen Tradition in Literatur, Theater und bildender Kunst aber sei Bibelkenntnis unerlässlich. Von den dramatischen Geschichten des Alten Testaments bis zu den Parabeln Jesu und dem Buch Hiob gingen eine ungeheure Sogwirkung auf die Literaturen der verschiedenen Epochen aus, beschwört der Autor und Literaturtheoretiker Peter von Matt.

Wiederholung vom 9. März 2014

Redaktion: Hansjörg Schultz