Weihnachtsgeschichten von Selma Lagerlöf

Die Schwedin Selma Lagerlöf erhielt als erste Frau den Literaturnobelpreis. Dass sie ein angeborenes Hüftleiden zum «Hinkebein» machte und sie auch sonst nicht dem gängigen Schönheitsideal entsprach, machte ihre Kindheit und Jugend nicht einfach, geriet ihr später aber zum Vorteil.

Sie musste nicht heiraten, konnte sich kopfüber ins Schreiben stürzen und ihr Leben mit zwei grossen Frauenlieben gleichzeitig teilen. Letzteres natürlich heimlich und doch meist glücklich. In ihren Texten suchte sie nicht das Unkonventionelle. Ihre Inspiration fand sie in ihrer bäuerlich geprägten värmlandischen Heimat.

So spielen auch ihre Weihnachtsgeschichten im und um den Hof Mårbacka, auf dem sie 1858 geboren wurde, den der Vater später aufgeben musste, den sie mit den Honoraren ihrer ersten Erfolge zurückkaufte und wo sie 1940 starb. Die Sagen der Gegend, die Geschichte ihrer Familie und ihrer Mitmenschen verarbeitete sie zu einer Literatur mit universeller Aussage.

Susanne-Marie Wrage liest die Erzählungen «Ein Weihnachtsgast», «Die Heilige Nacht» und «Gottesfriede».

Redaktion und Regie: Franziska Hirsbrunner

Selma Lagerlöf: Sancta Lucia. Weihnachtliche Geschichten. Herausgegeben von Christel Hildebrandt und Gabriele Haefs. Reclam 2017

Redaktion: Franzsika Hirsbrunner