Mittelmeer-Feeling mit Spaghetti Vongole

Kein Italienklischee klingt so gut, wie dieses Gericht schmeckt! Und da im Winter Muschelsaison ist, packen wir die Vongole nur allzu gern auf den Teller. Spaghetti Vongole ist ein Klassiker. Frisch aufgetischt von Chefkoch Jann Hoffmann und Küchengehilfe Philippe Gerber.

Spaghetti Vongole
Bildlegende: Ein bisschen Ferienfeeling Zuhause: Spaghetti Vongole. Betty Bossi

Ob man nun Vongole (Venusmuscheln) nimmt wie wir oder Miesmuscheln, Herzmuscheln, Schwertmuscheln: Die Muscheln müssen zuerst geputzt, also abgebürstet werden. Offene Muscheln werden dabei gleich aussortiert, da sie ungeniessbar sind. Nun lassen wir die Muscheln mal Muscheln sein und dünsten Gemüse an: Lauch, Rüebli, einen roten Peperoncino in Ringen und zwei Knoblauchzehen in Scheiben geschnitten. Das Ganze mit einem Schuss Weisswein ablöschen, und jetzt kommen die Muscheln in die Pfanne. Etwa vier Minuten bei hoher Hitze dämpfen, bis sich die Muscheln geöffnet haben. Merke: Rohe Muscheln sind nur zum Kochen geeignet, wenn sie geschlossen sind. Bei gekochten oder gedämpften Muscheln ist es genau umgekehrt: Die sind nur gut, wenn sie sich geöffnet haben.

Spaghetti kann jeder. Aber al dente?

Wir wollen Spaghetti mit Biss. Jann Hoffmann hat seine Tricks, wie man den richtigen Zeitpunkt erwischt, um die Dinger aus dem kochenden Wasser zu nehmen. Spaghetti an die Decke schmeissen und schauen, ob sie kleben bleiben, gehört nicht dazu. Jann kocht die Spaghetti sowieso vorerst mal nur halb, legt sie dann auf einem Blech aus, behält das Wasser, und fertig gekocht werden sie dann, wenn der Rest bereit ist. Dann kommt das schöne Finale: Muscheln und Gemüse werden unter die Spaghetti (al dente!) gemischt. Und fertig. Je nach Gusto und Saison könnten wir jetzt auch noch paar frische Tomatenwürfeli dazugeben. Und etwas Rahm zum Verfeinern. Und auf keinen Fall Reibkäse! Denn das hier sind nicht irgendwelche Spaghetti. Sondern Spaghetti Vongole! Buon Appetito.