Strudel tut gut. Vor allem Orangenstrudel.

Ein Dessert wie im Habsburgerreich. Oder wie es Küchengehilfe und Hobby-Historiker Philippe Gerber sagt: «Strudel: Ein richtiger Schmaus aus der österreichischen Nationalküche, darauf sind sie stolz». Bei uns kennt man vor allem den Apfelstrudel. Wir aber machen Orangenstrudel. Mit Schoggi-Sauce!

Orangenstrudel
Bildlegende: Orangenstrudel SRF

Chefkoch Jann Hoffmann: «Jetzt im Januar gibt es die besten Orangen, jedenfalls für meinen Geschmack». Für unseren Strudel nehmen wir Blutorangen. Die färben sich tiefrot, wenn sie einmal richtig den Frost spüren. Blondorangen sind also die, die nie richtig kalt hatten. Die Orangen werden filetiert. Die weisse Haut muss weg, weil sie bitter ist. Zu den blutroten Orangenstückli gesellen sich gehackte Nüsse: Mandeln, Haselnüsse oder Baumnüsse. Wir nehmen Pekan-Nüsse. Dazu Zucker und die feinen Wintergewürze Zimt und Kardamom. Alles mit Butter oder Margarine vermanscht, und fertig ist die Strudelfüllung.

Der Teig: Je dünner, desto besser!

Weich und elastisch sollte er sein, unser Strudelteig. Hoffmann und Gerber wallen ihn auf einem Küchentuch aus und ziehen dran, bis er fast durchsichtig ist. «Man sollte dadurch Zeitung lesen können», sagt Jann Hoffmann. Der Teig wird mit Butter bepinselt, bevor die Füllung schön darauf verteilt wird. Jetzt gehts für eine halbe Stunde ab in den Ofen bei 200 Grad. Wenn das Ding wieder rauskommt, ists aber sowas von, ähm man will einfach dran knabbern! Aber hey, jetzt kommt noch die Schoggi-Sauce dazu. Die vermählt sich in der Pfanne mit dem Saft der Blutorangen. Zum noch lauwarmen Strudel servieren. Hammer!