Adoption als Grund für slowenisches Nein zur Homo-Ehe

Gleichgeschlechtliche Ehen sollen in Slowenien nicht mehr erlaubt sein. Das Stimmvolk hat sich mit mehr als 60 Prozent der Stimmen dagegen ausgesprochen. Das Parlament ist daran nicht unschuldig.

Auf dem Bild ist eine Schule in Sloweniens Hauptstadt Ljubljana zu sehen, wo ein älteres Ehepaar seine Stimme in eine Abstimmungsurne wirft.
Bildlegende: Ein älteres Paar stimmt in einer Schule in Ljubljana über die Homo-Ehe ab. Keystone

Im März hatte das slowenische Parlament per Gesetz gleichgeschlechtlichen Paaren erlaubt, zu heiraten und Kinder zu adoptieren. Opposition und die katholische Kirche sprachen sich aber dagegen aus. SRF-Auslandredaktor Joe Schelbert sieht den Grund vor allem im Vorgehen von Regierung und Parlament: «Dass neben der Ehe auch die Adoption von Kindern erlaubt wurde, hat bei der Opposition und der Kirche Widerstand ausgelöst».

Autor/in: Roger Aebli, Moderation: Tina Herren