«Blick»-Journalist verurteilt

Das Kreisgericht in Wil (SG) hat einen Blick-Journalisten und einen Privatdetektiven verurteilt - wegen Anstiftung zur Amtsgeheimnisverletzung.

Bei der Berichterstattung über Vergewaltigungen von Kundinnen durch Taxifahrer hatte der «Blick» Bilder von zwei mutmasslichen Tätern ab. Das Problem: die Beschaffung der Bilder war illegal - und einer der beiden Taxifahrer entpuppte sich als unschuldig.



Beiträge

  • Fragwürdige journalistische Methoden

    Noch selten habe er einen Fall erlebt, in dem jemand so unter Druck gesetzt worden sein, sagte der Richter zur Begründung des Urteils. Damit veruteile das Gericht die Methoden des Journalisten, erklärt Martina Brassel von der Regionalredaktion St.Gallen.

    Urs Gilgen

  • «Der Druck ist ungleich grösser als früher»

    Der Medienspezialist und frühere stellvertretender Redaktionsleiter des «Blick» Karl Lüönd wundert sich nicht über den Fall. Die Boulevard-Medien agierten heute in einem ganz anderen Umfeld als zu seiner Zeit.

    Urs Gilgen