«Das Zweiparteiensystem ist wohl Geschichte»

In Spanien haben die Wählerinnen und Wähler eine neue Ära eingeläutet. Weder Konservative noch Sozialisten erreichten eine absolute Mehrheit im Parlament. Ein Novum in Spanien.

Ein Arbeiter entfernt in Madrid ein Wahlplakat des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy.
Bildlegende: Die regierenden Konservativen von Ministerpräsident Rajoy bleiben stärkste Kraft im 350-köpfigen Parlament. Mit Spannung wurden die Resultate der neuen Parteien erwartet: Die Linksalternativen werden auf Anhieb drittstärkste Partei. Die liberale Bürgerplattform holt 40 Sitze. Keystone

Wer das Land künftig regieren will, ist voraussichtlich auf einen Koalitionspartner angewiesen. Seit dem Ende der Franco-Diktatur vor rund vier Jahrzehnten regierten entweder Konservative oder Sozialisten das Land jeweils im Alleingang. Das Zweiparteiensystem in Spanien habe damit wohl ausgedient, glaubt Walther Bernecker, emeritierter Professor für spanische Geschichte der Universität Nürnberg.

Redaktion: Roger Aebli