«Die Fachperson entscheidet, ob es einen Dolmetscher braucht»

In der Schweiz leben immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund - viele von ihnen sprechen keine der vier Landessprachen und können sich in der Schule, im Spital oder auf Ämtern nicht mitteilen. Sie sind auf Dolmetscher angewiesen.

Schwarzweiss-Aufnahme aus dem damaligen Bundesamt für Flüchtlinge BFF (1987), das Dolmetscher bei der täglichen Arbeit zeigt.
Bildlegende: Dolmetscher im Bundesamt für Flüchtlinge anno 1987 (Archivbild) Keystone

Hier kommt der nationale Dachverband für sogenannte kulturelle Dolmetschter ins Spiel - seit genau zehn Jahren bietet er eine nationale Qualifizierung für diese Dolmetschenden an. 1000 zertifizierte Übersetzer arbeiten für den Verband, sie vermitteln in 80 Sprachen.

Doch wo die Dolmetscher gebraucht würden, das entscheiden die jeweiligen Fachpersonen, sagt Michael Müller. Er ist Geschäftsleiter des Dachverbandes Interpret.

Autor/in: Iwan Santoro, Redaktion: Salvador Atasoy