«Erdogan soll sich der Verfassung anpassen, nicht umgekehrt»

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will ein Präsidialsystem. Darauf arbeitet der türkische Präsident ganz offensichtlich hin. Und Chaos und Instabilität in der Türkei sind für seine Pläne nicht unbedingt schlecht.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan spricht im Januar in der türkischen Botschaft in Ankara. Das nach einem Anschlag in einem historischen Viertel von Istanbul.
Bildlegende: Der türkische Präsident Erdogan arbeitet gezielt auf das Präsidialsystem hin. Er über allem. Die Verfassung will er ändern. Gegner sagen: Der Präsident soll sich der Verfassung anpassen, nicht umgekehrt. Derweil kommt ihm Chaos und Instabilität im Land entgegen. Keystone

Als «Krieg» bezeichnen Menschenrechtsorganisationen das, was sich zur Zeit im Südosten der Türkei abspielt. Beinahe täglich fordert der bewaffnete Konflikt zwischen türkischem Militär und kurdischen PKK-Kämpfern dort neue Opfer. Seit Wochen sind ganze Städte von der Aussenwelt abgeriegelt, Ausgangssperren hindern die Menschen daran ins Krankenhaus zu gelangen oder ihre Toten zu begraben.

Autor/in: Luise Sammann, Redaktion: Claudia Weber