Flüchtlinge in der Sackgasse: «Kroatien war nicht vorbereitet»

Kroatien hat die meisten Grenzübergänge zu Serbien geschlossen. Gestern sind Tausende Flüchtlinge an diesen Grenzübergängen angekommen. Noch vor kurzem hatte die kroatische Regierung gesagt, man tue das Möglichste, um die Flüchtlinge zu empfangen und zu versorgen.

Zu sehen ist ein kroatischer Polizist im Grenzort Tovarnik, der Flüchtlingen hilft, einen Bus zu besteigen. Bild vom Donnerstag, dem 17. September.
Bildlegende: Tovarnik an der kroatisch-serbischen Grenze: Ein kroatischer Polizist hilft Flüchtlingen, einen Bus zu besteigen (17.9.2015). Reuters

Tea Vidovic arbeitet für die kroatische Nicht-Regierungs-Organisation "Zentrum für Friedensstudien", die sich um Flüchtlinge und Asylsuchende kümmert. Sie war am Donnerstag im Grenzort Tòvarnik und kehrte in der Nacht nach Zagreb zurück. Daniel Eisner fragte sie: War Kroatien doch nicht genügend vorbereitet?

Redaktion: Daniel Eisner