Guatemala: Sozialer Wandel dank gewaltlosem Widerstand

Die Ereignisse dieser Tage werden in die Geschichte Guatemalas eingehen: Otto Pérez Molina, bis vor einer Woche noch Präsident des zentralamerikanischen Landes, sitzt in Untersuchungshaft. Ihm wird Korruption vorgeworfen. Zeitgleich hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen stattgefunden.

Vier Frauen und ein Mädchen des indigenen Volkes der Ixil sitzen auf einem Gehsteig in der guatemaltekischen Stadt Nebaj.
Bildlegende: Hoffnung für die indigene Bevölkerung: Angehörige des Volkes der Ixil im guatemaltekischen Dorf Nebaj. Keystone

Was bedeuten diese politischen Umwälzungen für ein Land, in dem erst vor 20 Jahren ein jahrzehntelanger Bürgerkrieg zu Ende ging?

Inés Pérez ist Theologin, gehört der Minderheit der Maya Quiché an und koordiniert in Guatemala das Landesprogramm des Schweizer Hilfswerks «Fastenopfer». Sie sagt: In Guatemala hat ein sozialer Wandel stattgefunden, der die Bevölkerung hoffen lässt - auf Gerechtigkeit, auf eine bessere Zukunft.

Autor/in: Melanie Pfändler, Moderation: Salvador Atasoy