«Kein Kulturkonflikt zwischen Bergsteigern und Sherpas»

Der Schweizer Bergsteiger Ueli Steck brach seine Mount Everest-Besteigung ab, nachdem er und seine Begleiter von Sherpas angegriffen worden waren. Einen grundlegenden Kulturkonflikt zwischen Sherpas und Bergsteigern zu vermuten, sei falsch, sagt ein Fachmann.

Für Bergsteiger aus dem Westen ein Magnet, für die Sherpas ein Wirtschaftsfaktor: Der Mount Everest.
Bildlegende: Für Bergsteiger aus dem Westen ein Magnet, für die Sherpas ein Wirtschaftsfaktor: Der Mount Everest. Keystone (Archiv)

Wenn Bergsteiger aus dem Westen auf den Mount Everest wollen, dann vertrauen sie auf die lokale Bevölkerung am Himalaya. Diese Helfer - umgangssprachlich ist meist die Rede von Sherpas - helfen beim Transport, beim Sichern der Strecke, und vor allem kennen sie das Gebiet.

Bei der Auseinandersetzung zwischen dem Bergsteigerteam um Ueli Steck und Sherpas geben sich beide Seiten gegenseitig die Schuld. Doch dass es ein grundsätzliches kulturelles Konfliktpotential zwischen westlichen Bergsteigern und Sherpas im Himalaya gebe, das sei sehr unwahrscheinlich, sagt Kurt Luger, Leiter der Abteilung transkulturelle Kommunikation an der Universität Salzburg.

Autor/in: Anna Lemmenmeier, Redaktion: Philippe Chappuis