Lieber essen, statt wegwerfen: Neues Foodwaste-Gesetz in Italien

«Foodwaste», das Wegwerfen von an sich einwandfreien Lebensmitteln, ist in allen Industriestaaten ein Problem. In der Schweiz landen jährlich mehr als 100 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf im Abfall. In Italien ist die Situation ähnlich – soll sich jetzt aber ändern.

Kisten mit Gemüse an einer Veranstaltung gegen Foodwaste in Basel Anfang Mai.
Bildlegende: Gerettete Rüebli: Anfang Mai fand auf dem Barfüsserplatz in Basel eine Veranstaltung gegen Foodwaste statt. Die überschüssigen Lebensmittel wurden von Detailhändlern und Produzenten gespendet. Keystone

Der italienische Senat hat ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Dieses sieht vor, bürokratische Hürden abzubauen, damit Lebensmittelproduzenten und -Läden ihre Produkte einfacher an gemeinnützige Organisationen spenden können, statt sie wegzuwerfen. Wer sich daran hält, wird mit niedrigeren Entsorgungssteuern belohnt. Italien ist nach Frankreich weltweit das zweite Land, mit einem solchen «Anti-Foodwaste-Gesetz».

Claudio Beretta forscht an der ETH Zürich zum Thema Foodwaste und ist Mitgründer des Vereins «Foodwaste.ch». Er sagt: Italien macht einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

Autor/in: Melanie Pfändler, Moderation: Hans Ineichen